DOK.fest München – Am Vormittag


Das 34. Internationale Dokumentarfilmfestival München präsentiert am Vormittag Höhepunkte aus dem Festivalprogramm. Jeweils nach dem Film gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Expertinnen und Experten.

  • City Kino, Sonnenstraße 12
  • Tickets: € 7.50 je Vorstellung, erhältlich an der Kinokasse, über München Ticket oder im Festivalzentrum in der HFF München
  • Gruppen: Bitte Voranmeldung bei der Münchner Volkshochschule über Dorothee Lossin, Telefon 4 80 06-67 28 oder dorothee.lossin@mvhs.de
  • Weitere Infos auch unter: www.dokfest-muenchen.de 

    Eine Kooperation zwischen DOK.fest und der Münchner Volkshochschule

Wettbewerbs-Highlights aus Deutschland

Montag, 13. Mai 2019, 9.30 Uhr

O'PFLANZT IS! PFIAT DI, GEMEINSCHAFTSGARTEN
Regie: Mickel Rentsch, Deutschland 2018, 99 Min.

Eine Gemeinschaft, ein Garten und ganz viel Liebe – so ließe sich das Münchner Gemeinschaftsgartenprojekt mit wenigen Worten beschreiben. Von 2011 bis Anfang 2018 stand der Garten auf dem Olympiagelände allen Interessierten offen. Bald entstanden nicht nur Hochbeete, sondern auch neue Freundschaften, Ideen, Initiativen, Workshops oder Lagerfeuerabende. Über die Jahre trug die Gartengemeinschaft Früchte und musste doch zuletzt einer Großbaustelle der Stadt weichen. Der Film begleitet mit viel Herzblut und Nähe eine Gruppe von Engagierten, die ihre Hoffnung auf ein Stück Natur in der Stadt noch nicht aufgegeben haben.


Dienstag, 14. Mai 2019, 9.30 Uhr

LIONHEARTED – AUS DER DECKUNG
Regie: Antje Drinnenberg, Deutschland 2018, 93 Min.

Ali Cukur ist Boxtrainer beim TSV 1860 München. Die Jugendlichen in seinem Verein kommen zum Teil aus schwierigen Verhältnissen. Seine Herzensaufgabe: die Wut der jungen Menschen einzufangen und ins Positive zu wenden. Dabei ist Ali Trainer, Vertrauensperson und Vaterfigur in einem. Seine Schützlinge kämpfen um Anerkennung und ihren Platz in der Gesellschaft. Ihr Leben scheint hart – doch ein Trainingscamp in Ghana zeigt: anderswo ist es noch schwieriger. Der Aufenthalt bei den afrikanischen Kollegen spornt die Jugendlichen an, Rückschläge zu überwinden, zusammenzuhalten und nicht aufzugeben. Eine Sportlergeschichte über Kampfgeist und Gemeinschaftsgefühl: „Einmal Löwe, immer Löwe!“


Mittwoch, 15. Mai 2019, 9.30 Uhr

MASTER OF DESASTER
Regie: Jörg Haaßengier, Jürgen Brügger, Deutschland, Schweiz 2019, 79 Min.

„Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich auf den Worst Case einzustellen, dann kann man froh sein, wenn es nicht ganz so schlimm kommt.“ Unsere Welt wird umso verletzlicher, je weiter Vernetzung und Technologisierung voranschreiten. Eine Verkettung unglücklicher Ereignisse kann eine Katastrophe nie dagewesenen Ausmaßes hervorrufen. Deutschland und die Schweiz bereiten sich vor – in Katastrophenszenarios mit Tausenden von Opfern und ihren Rettern, bei Ortsbegehungen, Krisenstabsübungen und mithilfe der Prognosen von Wissenschaftlern. Ist unsere Sicherheit wirklich in Gefahr oder wird schon alles gutgehen? Ein Dokumentarfilm der Stunde – hochspannend, vielschichtig und beunruhigend.


Donnerstag, 16. Mai 2019, 9.30 Uhr

DER KRIEG IN MIR
Regie: Sebastian Heinzel, Deutschland, Schweiz 2019, 83 Min.

Immer wiederkehrende Albträume führen den Regisseur auf eine Reise in die Vergangenheit seiner Großväter, die beide im 2. Weltkrieg an der Ostfront gekämpft haben. Ausgehend von jüngeren epigenetischen Forschungen, denen zufolge traumatische Erlebnisse in das Erbgut eingehen können, macht sich Sebastian Heinzel auf die Suche: Nach der Geschichte seiner Großväter, nach den Wurzeln des Schweigens in seiner Familie, nach Verhaltensmustern, die sich über Generationen fortschreiben, nach den „Markierungen auf der DNA“. Welche Erfahrungen der Kriegsgeneration tragen wir in uns – und tragen wir sie weiter?


Freitag, 17. Mai 2019, 9.30 Uhr

WENN WIR ERST TANZEN
Regie: Dirk Heth, Deutschland 2018, 93 Min.

„Etwas berührt mich. Etwas zwischen Zukunft und Vergangenheit. Eine Berührung zwischen beiden. Ganz Gegenwart.“ Die Stadt Hoyerswerda kann als Sinnbild für die untergegangene DDR stehen. Alles, was diesen Ort ausmachte, schluckte die Wende. Zurück blieben Menschen ohne "Marktwert". Ein bürgernahes Tanzprojekt gibt diesem Gefühl einen sinnlich-körperlichen Ausdruck. Die Entstehung des mitreißenden Stücks "Le Sacre du Printemps" bildet den äußeren Rahmen für einen tiefen Einblick in eine verunsicherte Gemeinschaft: Was bedeutet es, seine Identität zu verlieren? Der sensibel choreografierte, empathische Film zeichnet dank der ehrlichen Lebensgeschichten und der Offenheit seines Ensembles ein vielschichtiges Bild. „Niemand kann uns nehmen, was wir getanzt haben.“