60 Jahre Befreiungstheologie - was bleibt?

Zu Beginn der 60er Jahre veränderte sich die katholische Kirche nach dem Pontifikat von Pius XII. spürbar. Es war die Zeit des Kalten Krieges und der ideologischen wie militärischen Spannungen zwischen Ost und West. Die Länder Mittel- und Lateinamerikas sahen sich zahlreichen Problemen ausgesetzt: Die Schere zwischen extremer Armut und reichem Großgrundbesitz, die Spannungen durch Militärdiktaturen und Drogenkartelle artikulierten sich in einer Theologie, die mit sozialistischen Elementen aufgeladen eine neue Deutung des Christentums bereit hielt. Erlösung wurde nicht mehr allein spirituell, sondern auch lebensweltlich interpretiert. Bedeutende Theologen wie Leonardo Boff, Ernesto Cardenal oder Erzbischof Hélder Camara standen für diesen neuen theologischen Weg. Sie wandten sich gegen die „strukturelle Sünde“ und forderten eine bedingungslose „Option für die Armen“.

Nach zwei Kurzvorträgen darüber, welche inhaltlichen Impulse die Befreiungstheologie setzte, diskutieren wir auf dem Podium, wie sie in den vergangenen 60 Jahren die Theologie prägen konnte.

Mittwoch, 21.07.2021
19:00 – 20:30 Uhr
KursnummerM136200
Dozentin/DozentSimon Faets
Gudrun Lux
Zeitraum/Dauer2021-07-21T19:00:0021.07.2021
OrtEinstein 28
Gebühr 10,00 €
Einzelkarten-Preis
Anmeldung erforderlich
VeranstaltungstypVortrag/Podiumsdiskussion
Plätze Noch Plätze frei
BarrierefreiheitDer Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)
Info & Beratung Telefon (089) 48006-6560 Dr. Robert Mucha