Die verborgenen Christen Japans

Die Christianisierung Japans durch Jesuitenmissionare begann 1549 vielversprechend: Bereits in den 1570er Jahren gab es insbesondere auf Japans südlicher Insel Kyushu ca. 100.000 Christen, viele lokale Fürsten waren konvertiert. Doch das Blatt wendete sich: 1614 mussten alle Missionare das Land verlassen und das Christentum blieb bis zur Meiji-Verfassung von 1889 verboten. Während dieser Zeit blieben trotz zahlreicher Martyrien und Verfolgungen christliche Gemeinschaften im Untergrund am Leben. In den 250 Jahren der Verfolgungszeit transformierte sich das verborgene Christentum Japans und adaptierte viele Elemente und Aspekte seiner shintoistisch-buddhistischen Umwelt.

Als im Laufe des 19. Jahrhunderts erneut "westliche" Missionare nach Japan kamen, kehrte bloß die Hälfte der japanischen Christen in eine Großkirche zurück. In den christlichen Gemeinschaften, die diesen Schritt verweigerten, lebt diese Form nicht-europäischen Christentums bis heute fort. Der Vortrag beleuchtet die eigene Identität dieses japanischen Christentums und das drohende Absterben dieser besonderen Tradition.

Der Kurs muss leider entfallen.
Mittwoch, 25.11.2020
20:00 – 21:30 Uhr
KursnummerL138600
Dozentin/DozentJan Levin Propach
Zeitraum/Dauer2020-11-25T20:00:0025.11.2020
OrtMünchenEinstein 28
Bildungszentrum, Einsteinstr. 28
Gebühr 8,00 €
Einzelkarten-Preis
Anmeldung erforderlich
VeranstaltungstypVortrag
Plätze Noch Plätze frei
BarrierefreiheitDer Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)
Info & Beratung Telefon (089) 48006-6560 Dr. Robert Mucha