Soldatenkaiser und Herrscher von Gottes Gnaden - Von den Severern bis in die Spätantike

Seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. wurde das römische Imperium von durch die Armee legitimierten Soldatenkaisern regiert. Kurzhaarfrisuren und gestutzte Bärte gaben ihren Porträts eine militärische Aura. Das Individuum stand bald nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses. Gesichter waren zunehmend kubisch gebildet, was ihnen einen immer mehr der physischen Wirklichkeit entzogenen, überindividuellen Charakter verlieh. Konstantin der Große setzte sich in seinem Porträt deutlich von den Bildnissen der Soldatenkaiserzeit ab.
Er imitierte Augustus und Trajan, die "guten" Kaiser der Vergangenheit. Trotzdem zeigt die Gestaltung seiner Porträts denselben Hang zu geometrischen Formen, wie es bei den Köpfen seiner Vorgänger der Fall war. Das verleiht auch seinem Bildnis einen seltsam unkörperlichen, ja vergeistigten Ausdruck, der für die Porträts der Spätantike stilbildend werden sollte.
Wir empfehlen ergänzend die Führung durch die Sonderausstellung "Charakterköpfe. Griechen und Römer im Porträt" (F213060) mit Dr. Susanne Pfisterer-Haas.
Freitag, 08.12.2017
15:00 – 16:30 Uhr
Kursnummer F219055
Dozentin/Dozent Dr. Christian Gliwitzky
Zeitraum/Dauer 2017-12-08T15:00:0008.12.2017
Ort MünchenGasteig, Rosenheimer Str. 5
Gebühr Gebührenfrei
Anmeldung erforderlich: (089) 480 06-6239 oder www.mvhs.de
Veranstaltungstyp Vortrag
Plätze noch genügend Plätze frei
Barrierefreiheit Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)
Info & Beratung Cordula Starke Tel. ( 0 89) 4 80 06-67 10 E-Mail: cordula.starke@mvhs.de