Schriftliche Fehlerkorrekturen im Fremdsprachenunterricht: Zeitaufwendig und nutzlos?

Die schriftliche Fehlerkorrektur ist eine eher traditionelle Form der Rückmeldung auf Lernertexte, die lernniveauübergreifend in Fremdsprachenkursen Anwendung findet. Korrekturen stehen jedoch aufgrund ihrer Defizitorientierung in der Kritik, und ihre erwerbsfördernde Wirkung ist umstritten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die oft zeitintensiven und arbeitsaufwendigen Korrekturen überhaupt von Nutzen sein können und in welchen Kontexten umfassendere Feedbackarten, etwa in Form einer Schreibberatung oder durch lernerzentriertes Peer-Feedback, zu bevorzugen sind.

In diesem Workshop sollen am Beispiel verschiedener Lernertexte Aspekte thematisiert werden, die bei der Korrektur von Texten nichtdeutscher Muttersprachler zu bedenken sind. Neben Schwierigkeiten bei der Korrektur und Bewertung komplexer Fehler soll insbesondere diskutiert werden, wie ein den individuellen Bedürfnissen von Lernenden angepasstes Fehlerfeedback aussehen könnte. An ausgewählten Stellen wird dabei Bezug auf die Materialien des SCHUBERT-Verlages genommen. Ziel des Workshops ist es, einen differenzierten Blick auf schriftliche Fehler zu gewinnen und den Nutzen von Korrekturen in Abhängigkeit von der Fehlerart und vom Sprachstand der Fremdsprachenlernenden einschätzen zu können.
Der Referent ist Verlagsredakteur beim Schubert-Verlag in Leipzig.
Der Kurs ist beendet.
Freitag, 19.05.2017
14:00 – 17:00 Uhr
Kursnummer E587100
Dozentin/Dozent Dr. Albrecht Klemm
Zeitraum/Dauer 2017-05-19T14:00:0019.05.2017
Ort MünchenGasteig, Rosenheimer Str. 5
Gebühr Gebührenfrei
Plätze noch genügend Plätze frei
max. Teilnehmerzahl: 16
Barrierefreiheit Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)