"Quid ergo est tempus?" Augustins Zeittheorie im Spiegel der Philosophiegeschichte

Der spätantike Philosoph und lateinische Kirchenvater Augustin ist in seinem Denken stark vom Neuplatonismus beeinflusst. Er legt im 11. Buch seiner "Confessiones" eine interessante Zeittheorie vor. Er betont darin, dass Zeit real existiert. Dabei geht Augustin nicht von einer bloß empirischen Zeitmessung aus, z. B. durch das Zählen von Bewegungen eines Pendels, sondern von einem subjektiven, inneren Zeitempfinden. Damit geht Augustin weit über den Kontext seiner neuplatonischen Philosophie hinaus und entwirft eine Zeittheorie, die erst viel später in der Phänomenologie Edmund Husserls seinen Niederschlag findet.

Donnerstag, 14.01.2021
18:00 – 19:30 Uhr
KursnummerL132810
Dozentin/DozentProf. Dr. Hans Otto Seitschek
Zeitraum/Dauer2021-01-14T18:00:0014.01.2021
OrtMünchenGasteig, Rosenheimer Str. 5
Gebühr 8,00 €
Einzelkarten-Preis
Anmeldung erforderlich
VeranstaltungstypVortrag
Plätze Noch Plätze frei
BarrierefreiheitDer Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)
Info & Beratung Telefon (089) 48006-6560 Dr. Robert Mucha