7.7.2016: Ein Filmporträt der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Muta Maathai

Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule

Wangari Muta Maathai war ihrer Zeit immer voraus: 1940 in einem kenianischen Dorf geboren gehörte sie zur ersten Generation afrikanischer Mädchen, die eine Schule besuchte, ein Stipendium bekam, Biologie studierte und darin als erste Ostafrikanerin auch promovierte. Mit 25 Jahren war sie bereits in Kenias Nationalem Frauenrat aktiv.

Ein Jahr später rief sie gegen ein Meer von Widerständen ein riesiges Wiederaufforstungsprojekt ins Leben – das Green Belt Movement. Innerhalb von drei Jahrzehnten wuchs daraus eine panafrikanische Bewegung, die mittlerweile in 13 Ländern aktiv ist, etwa 600 Baumschulen gründete und bis 1993 zum Schutz vor Erosion 30 Millionen Bäume neu pflanzte.

In der Begründung des Nobelkomitees für den Friedensnobelpreis, den Wangari Muta Maathai im Jahr 2004 als erste afrikanische Frau erhielt, hieß es: „Sie hat einen gesamtheitlichen Zugang zur nachhaltigen Entwicklung gewählt, der Demokratie, Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte umfasst.“ Der Film „Taking Root“ dokumentiert die Geschichte dieser mutigen, entschlossenen und ausdauernden Frau.

Taking Root – The Vision of Wangari Maathai
USA 2008, OmU, 80 Minuten

  • Donnerstag, 14.7.2016, 20 Uhr
  • Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Vortragssaal der Stadtbibliothek
  • Die Offene Akademie der Münchner Volkshochschule in Kooperation mit dem Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft, dem Ökologischen Bildungszentrum München ÖBZ.
  • Eintritt frei (Voranmeldung bei allen Anmeldestellen der Münchner Volkshochschule unter C249330 möglich)
  • Infos: (0 89) 4 80 06-62 20, siehe auch unter www.mvhs.de/offene-akademie 

Im Anschluss an die Filmvorführung steht Dr. Geseko von Lüpke, Journalist und Pionier der tiefenökologischen Bewegung zur Diskussion zur Verfügung.

„Taking Root“ läuft in der Offenen Akademie der Münchner Volkshochschule in der Reihe Green Visions, die sich im Frühjahr und Sommer dem Thema "Grüner Aktivismus" in all seinen Facetten widmet. Die Reihe präsentiert Umweltdokumentationen aus der ganzen Welt, gefolgt von Diskussionen mit Regisseur(inn)en, Umweltexpert(inn)en und Filmwissenschaftler(inne)n.

Ansprechpersonen:

  • Klaus Blanc, Fachgebiet Literatur und Film der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 44 47 80-40, Klaus.Blanc@mvhs.de  
  • Susanne Lößl, Leitung Pressestelle der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 4 80 06-61 88, Susanne.Loessl@mvhs.de