5.5.2016: Geschafft! Zeugnisfeier an der Münchner Volkshochschule im Gasteig

Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule

Geschafft! Zeugnisfeier an der Münchner Volkshochschule im Gasteig
Das Projekt mona lea lädt nach erfolgreichem Abschluss zur Zeugnisfeier ein:

  • Mittwoch, 11. Mai 2016
  • 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr
  • Gasteig, Rosenheimer Str. 5, 3. Stock, Foyer

Migrantinnen aus 45 Ländern haben sich im aktuellen Jahrgang im Bildungsprogramm mona lea an der Münchner Volkshochschule (MVHS) für ihre berufliche Zukunft qualifiziert. 

91 erfolgreiche Absolventinnen erhalten am Mittwoch, 11. Mai 2016, ihre Zertifikate.

Die MVHS lädt zur feierlichen Zeugnisverleihung ein.

mona lea steht für das „Münchner Orientierungs- und Qualifizierungsnetz für Arbeitssuchende, Angebot für Migrantinnen – Leben und Arbeiten in München“.

Die Anforderungen des beruflichen Alltags und Lernens werden immer komplexer. Viele Frauen mit Migrationshintergrund fühlen sich dem zunächst nicht gewachsen, obwohl sie oft eine hohe kommunikative und berufliche Kompetenz aus ihren Herkunftsländern mitbringen. Diese sprachliche und interkulturelle Herausforderung zu bewältigen, dabei hilft mona lea.  

Ablauf ab 9:30 Uhr
Begrüßung
Herr Prof. Dr. Klaus Meisel
Managementdirektor der Münchner Volkshochschule

Grußwort
Frau Martha Doll
Leitung Migration und interkulturelle Arbeit im Sozialreferat der Landeshauptstadt München

Im Anschluss:
Mehrere Absolventinnen stehen für Einzelinterviews und Fotos zur Verfügung.

Ein Filmbeitrag von und mit mona lea Absolventinnen: „Geschafft – short cut“:

Ausstellung des Berufsfeldes Handel und Verkauf „geplant – gewebt – geklebt“

 

Die Migrantin und Ihre Integration – ein nicht ganz einfaches „Zusammen-Finden!“

In mona lea treffen sich jedes Jahr über 100 Frauen aus fast 50 Ländern mit dem gemeinsamen Ziel, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und sich berufliche Kompetenzen anzueignen. Im Fokus steht dabei, nach dem Abschluss von mona lea eine Berufstätigkeit zu beginnen und die damit verbundene familiäre Umstellung zu organisieren.

Im Laufe der ersten Wochen merken die Teilnehmenden, dass das umfassende Bildungsprogramm mona lea sie vor eine neue, unbekannte Herausforderung stellt.

Die berufliche Weiterbildung mit ihren unterschiedlichen sprachlichen Anforderungen ist sehr komplex. Die Lernmethoden sind anspruchsvoll. Mit Erstaunen stellen sie fest, dass sogar das vermeintlich einfache Bewerbungsanschreiben einer umfangreichen Vorarbeit bedarf. Sie begreifen, dass das kein einfaches Jahr wird, auf das sie sich eingelassen haben. Die Eine oder Andere bekommt Bedenken, ob sie es überhaupt meistern kann. 

Es bedarf nun einer sensiblen „Begleitung“, um sich auf dieses Wagnis einzulassen. Der Prozess des „Zusammen-Findens“ bringt dadurch nicht nur neue Erfahrungen mit sich, sondern gibt den Frauen auch Sicherheit. Sie lernen andere Frauen näher kennen, setzen sich mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten auseinander und bilden eine Gemeinschaft. Die Teilnehmerinnen besprechen Regeln, lösen Missverständnisse auf und suchen gemeinsam nach Kommunikations- und Umgangsformen, die einen Ort des guten Zusammen-Lernens schaffen.  

Eine „Gemeinschaft von Lernenden, Pädagogen und Verwaltungskräften“ begegnet sich in einem sicheren „Spannungsfeld“ um voneinander zu lernen. Am Ende des Jahres verlassen über 90 Frauen mit einer soliden beruflichen und sprachlichen Qualifikation und einem geschärften Blick mona lea: Was bedeutetet „Zusammen-Finden“, welcher Anstrengung bedarf es? Aber auch: Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich mir?


Erfolge: 

Fast 90 Prozent der Teilnehmerinnen haben am Ende der einjährigen Bildungsmaßnahme ein berufliches Zertifikat und praktische Erfahrungen in einem der angebotenen Qualifizierungsbausteine Büromanagement, Handel, Verkauf, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Kinderpflege; über 95% ein Goethe-Zertifikat in B1, B2 oder C1 erworben. 

Die enge Form der Kooperation zwischen mona lea und den Praktikumsbetrieben eröffnete einer Vielzahl der diesjährigen Teilnehmerinnen eine berufliche Perspektive

Um auch den Müttern unter ihnen diese Chance zu bieten, wurden im Kinderhaus der MVHS ihre Kinder (ab 18 Monaten) kostenfrei betreut und von Anfang an sprachlich und musikalisch gefördert. Als zusätzliches Angebot wurde für unbetreute Kindergarten- beziehungsweise Schulkinder in den Schulferien ein Ferienprogramm eingerichtet. 

Das berufliche und sprachliche Angebot mona lea wird aus Mitteln des Amtes für Wohnen und Migration beim Sozialreferat der Landeshauptstadt München sowie Eigenmitteln der Münchner Volkshochschule gefördert.

mona lea ist ein Projekt des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ).


Informationen und Kontakt: