Erinnere Dich! Vergiss nicht! Die jüdische Zeitmatrix

(Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule vom 5. Oktober 2021)

Wir möchten Sie auf den ersten Abend in unserer Reihe Erinnerung für die Zukunft: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland aufmerksam machen und würden uns sehr über Ihre Ankündigung des Termins freuen:

Erinnere Dich! Vergiss nicht!
Die jüdische Zeitmatrix

Ein Grußwort spricht die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch.

In Deutschland wird zu vielen Anlässen der Juden gedacht – am 9. November, am 27. Januar und jetzt auch zu 1700 Jahren Geschichte der Juden in Deutschland. Es hat sich eine offizielle Gedenkkultur mit ihren Akteuren und Riten herausgebildet.

Auf der anderen Seite ist das Gedenken auch ein Kernpunkt der jüdischen Religion, wobei hier nur einmal im Jahr an die Vernichtung, aber mehrmals täglich an das Wunder der Errettung gedacht wird.

Der Vergangenheitsbezug ist jedoch nur eine von drei Dimensionen des Judentums. Nicht umsonst wird der Gottesname JHWH als Zusammenziehung der drei Dimensionen der Zeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gedeutet: ER war, ER ist und ER wird. Nur eine besondere Verschränkung dieser Dimensionen wird dem jüdischen Zeitverständnis gerecht. Die sich daraus ergebende jüdische Zeitmatrix ist das Thema von Prof. Daniel Krochmalniks Vortrag zum Auftakt der Reihe.

Prof. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik ist Inhaber des Lehrstuhls Religion und Philosophie (Altertum und Mittelalter) am Institut für Jüdische Theologie der Universität Potsdam.


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