Die Volkshochschule von morgen – Bildungsforum

(Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule vom 24. November 2021)

Im 125. Jahr ihrer wechselvollen Geschichte blickt die Münchner Volkshochschule in die Zukunft und fragt nach der „Volkshochschule von morgen“.

Die Volkshochschule von morgen – Bildungsforum 

Eine geradezu „zeitlose Institution“, der es stets gelang, Themen von allgemeiner Bedeutung aufzugreifen – so charakterisierte Andreas Voßkuhle die Volkshochschule. Sie hat auch während der Coronakrise ihre Wandlungsfähigkeit bewiesen: Kurse wurden in kürzester Zeit digitalisiert und der Bildungsauftrag so in ganz neuen Formaten erfüllt. Doch die damit einhergehende räumliche Entgrenzung des Lernens hat die Volkshochschule in ihrem Selbstverständnis herausgefordert. Denn seit jeher versteht sie sich als Lernort und Begegnungsraum, an dem sich Menschen unterschiedlicher Herkunft treffen, Grenzen überwinden und neue Sichtweisen kennenlernen können.

Wie wird die Volkshochschule zukünftig diesem Anspruch, ein Ort der Integration der pluralen Gesellschaft und der demokratischen Selbsterziehung zu sein, gerecht werden? Wie wird sie digitale und analoge Lehr-Lern-Kulturen gestalten? Wie erfüllt sie ihren Auftrag, offen für alle zu sein und Themen von allgemeiner Bedeutung zu setzen, in einer heterogener werdenden Gesellschaft? Wie kann sie dazu beitragen, das öffentliche Gespräch und den demokratischen Streit zu kultivieren? Wie kann sie dazu befähigen, mit der Komplexität und Ambiguität der modernen Wissensgesellschaft umzugehen?

Über diese Fragen diskutieren ausgewiesene Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis. Das Bildungsforum richtet sich neben dem Fachpublikum an alle, die sich für lebenslanges Lernen interessieren. Aufgrund der aktuellen Lage findet es digital statt. 

Programm:

📅 Freitag, 3. Dezember (Livestream aus dem Bildungszentrum Einstein 28)

  • 18.15 Uhr
    Begrüßung: Dr. Susanne May, MVHS
    Grußworte: Verena Dietl, Bürgermeisterin der LH München, Dr. Regine Sgodda, BVV
  • 19.00 Uhr
    Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Tippelt:
    Die Idee der Volkshochschule und die Signatur der Gegenwart(en)


📅 Samstag, 4. Dezember (Online-Konferenz)

  • 9.30 Uhr
    Vortrag von Prof. Dr. Sandra Aßmann:
    Die zweifache Topografie der Erwachsenenbildung? Digitale und analoge Begegnungs- und Lernorte
  • 10.45 Uhr
    Vortrag von Prof. Dr. Jörg Dinkelaker:
    Lernen in Präsenz – was es bedeutet, gleichzeitig am selben Ort anwesend zu sein
  • 12.00 Uhr
    Vortrag von Prof. Dr. Roberto Simanowski:
    Digitale Revolution und Bildung – für eine zukunftsfähige Medienkompetenz
  • 14.30 Uhr
    Workshops: Zukünftige Praxisfelder der Erwachsenenbildung
    • Neue kommunale Kooperationsmodelle: Das Haus der digitalen Welt in Hamburg
    • Digitale Lernkulturen – Gestaltungsaufgaben und didaktisches Design
    • Streitkultur als Lernfeld der Demokratiebildung
    • Neue Wege der Kulturvermittlung: Das partizipative Projekt „Im Rausch der Isar
    • Aufklären, erklären, Position beziehen: Wissenschaftskommunikation an der Volkshochschule
  • 16.30 Uhr
    Abschlusspodium: Die Volkshochschule von morgen
    Prof. Dr. Klaus Meisel, Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Herta, Prof. Dr. Sandra Aßmann

Das ausführliche Programm und Informationen zu allen Referentinnen und Referenten finden sich unter https://www.mvhs.de/programm/kommunalpolitik-stadtentwicklung.19161/N110400 

125 Jahre Münchner Volkshochschule 
Am 21. Dezember 1896 wurde in München von mehr als 70 Professoren ein „Volks-Hochschul-Verein“ gegründet, der Vorläufer der heutigen Münchner Volkshochschule. Im Zuge der aus England kommenden Universitätsausdehnungsbewegung wollte der Verein Vorträge aus unterschiedlichen Wissensgebieten für die breite Bevölkerung anbieten – „Wissenschaft für Jedermann“.


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