Presseinformation der MVHS zum Abschluss des Projekts „Kommunale Weiterbildungsstrategien zur Integration von Geflüchteten in die offene Stadtgesellschaft“

Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule vom 25.6.2018 

Wenn Menschen wandern, darf Bildung nicht stehen bleiben

Mehr als 65 Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen weltweit auf der Flucht. Allein in Europa und der Türkei müssen und wollen sich hunderttausende Geflüchtete in ihr neues Lebensumfeld einfügen, ohne zu wissen, ob sie für immer bleiben müssen oder können.

Die Volkshochschulen unterstützen sie dabei. Angesichts dieser Herausforderung müssen die Bildungseinrichtungen aber selbst dazu lernen. In dem von der EU-Kommission geförderten Projekt „Kommunale Weiterbildungsstrategien zur Integration von Geflüchteten in die offene Stadtgesellschaft“ haben sich die Volkshochschulen der Kommunen Maltepe (Türkei), Wien, München und Ulm ausgetauscht.

Die Münchner Volkshochschule trug Erfahrungen und Erkenntnisse aus sechs eigenen Integrationsprojekten bei, die sie zum Teil schon seit Jahrzehnten durchführt. Dazu gehört zum Beispiel „Flüchtlinge in Beruf und Schule“ oder „FlüB&S“, in dem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sich auf einen Schulabschluss oder eine Berufsausbildung vorbereiten können.

Dr. Susanne May, Programmdirektorin der Münchner Volkshochschule, sagt: „Die VHS ist eine Schule der Integration, die es Zuwanderern und Geflüchteten ermöglicht, ab dem ersten Tag ihrer Ankunft die deutsche Sprache zu erlernen. Zugleich ist Integration mehr als Sprache. Die VHS ermöglicht berufliche Orientierung, schulische Qualifizierung sowie – in Kooperation mit vielen Partnern in der Kommune – kulturelle Teilhabe.“

Auf einer Abschlusstagung in Wien haben Vertreterinnen und Vertreter der Volkshochschulen in der vergangenen Woche ein vorläufiges Fazit gezogen. Die Kommunen und die Volkshochschulen sind sich ihrer Rolle als Begegnungs- und Bildungseinrichtungen in einer offenen Stadtgesellschaft bewusst und werden auch in Zukunft diese Rolle offensiv wahrnehmen – als Bildungsorte sowohl für die Zugewanderten als auch für die so genannte einheimische Bevölkerung im Sinne einer umfassenden politischen Bildung.

Dr. Susanne May: „Die europäische Lernpartnerschaft zwischen den Volkshochschulen in Ulm, Wien, Maltepe und München ermöglicht einen gewinnbringenden Erfahrungsaustausch zwischen Bildungseinrichtungen, die ein Motor der Integration in Europa sind.“

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