6.10.2017: Carola Neher – gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag. Vortrag und Lesung

Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule

Die Münchnerin Carola Neher war eine gefeierte Schauspielerin der 1920er Jahre. Sie wurde ein Star der Berliner Theaterszene, war verheiratet mit dem Dichter Klabund, gepriesen von Bertolt Brecht. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten folgte sie 1933 ihrem zweiten Mann Anatol Becker ins Exil in die Sowjetunion – wo sie, als vermeintliche "trotzkistische Botin" diffamiert, in den Strudel der stalinistischen Verfolgungen geriet und im NKWD-Gefängnis starb.
Carola Neher – gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag
Vortrag und Lesung

  • Dienstag, 10. Oktober, 19 Uhr
  • Gasteig, Carl-Amery-Saal, Rosenheimer Str. 5 
  • Die Offene Akademie der Münchner Volkshochschule in Zusammenarbeit mit Memorial, Arbeitsgruppe München
  • Eintritt: € 7.– (Karten erhältlich bei allen Anmeldestellen der Münchner Volkshochschule unter Kursnummer F110738, Restkarten vor Ort)
  • Infos: (0 89) 4 80 06-62 20 oder unter www.mvhs.de/offene-akademie 

Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Programmschwerpunkts Russland-Komplex.
Dieser Abend wird mit Vorträgen und einer Lesung aus Texten von und über Carola Neher den Höhen und Tiefen ihres bewegten Lebens folgen und ihr Schicksal in den künstlerischen und politischen Kontext der Zeit einordnen. 
Programm: 

  • Dr. Anne Hartmann:
    „In Zeiten des Terrors. Deutsche Schriftsteller und Künstler im sowjetischen Exil“
  • Bettina Nir-Vered und Julia Cortis:
    „Carola Neher. Leben und Schicksal“

Dr. Anne Hartmann und Bettina Nir-Vered sind Mit-Autorinnen des Buches „Carola Neher –  gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag. Kontexte eines Jahrhundertschicksals“, das 2016 im Berliner Lukas-Verlag erschienen ist.
Julia Cortis arbeitet als Sprecherin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk.

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