21.10.2016: Hommage an den großen spanischen Erzähler Rafael Chirbes

Pressemitteilung

Der 2015 verstorbene Spanier Rafael Chirbes, in Deutschland bereits länger einer breiten Leserschaft bekannt, gilt inzwischen als einer der großen zeitgenössischen Romanciers Europas. Realistisch und unerbittlich demontiert er in seinen Büchern kollektive Täuschungen und beschreibt, wie sich Idealisten in rücksichtslose Opportunisten verwandeln. An drei Abenden beleuchten bei unserer Hommage Weggefährten von Chirbes sein Werk und die von ihm ausgehenden Impulse. 

Hommage
an den großen spanischen Erzähler Rafael Chirbes

  • 25. bis 27. Oktober 2016
  • Gasteig, Rosenheimer Str. 5 und Instituto Cervantees, Alfons-Goppel-Str. 7
  • Die Offene Akademie der Münchner Volkshochschule in Kooperation mit dem Instituto Cervantes und in Zusammenarbeit mit dem Verlag Antje Kunstmann, der Universität Regensburg und der Botschaft von Spanien sowie mit freundlicher Unterstützung von Acción Cultural Española
  • Infos (0 89) 4 80 06-62 20 oder unter www.mvhs.de/offene-akademie 

Dienstag, 25.10., 19 Uhr, Black Box (Gasteig), Eintritt 10 €, Veranstaltung in deutscher Sprache
Rafael Chirbes, der wütende Chronist Spaniens, vorgestellt von Paul Ingendaay und Stefan Hunstein
Anstatt der spanischen Erfolgslegende erzählten Chirbes' Protagonisten über Jahrzehnte eine andere Geschichte, zeichneten ein Gesellschaftspanorama von Gier, Brutalität und Verdrängung. Seine letzten Romane legten dann die Ursachen der südeuropäischen Krise bloß und antizipierten ihre verheerenden Folgen. Paul Ingendaay, Schriftsteller, Journalist sowie langjähriger Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Spanien, stellt den Autor vor. Der Schauspieler Stephan Hunstein liest ausgewählte Texte.

Mittwoch, 26. 10., 19 Uhr, Instituto Cervantes, Eintritt frei, spanisch und deutsch
„Keiner steht außerhalb seiner Zeit“ – Schreiben nach Chirbes
Ein deutscher und zwei spanische Autoren stellen sich vor und schildern, was sie mit Chirbes verbindet: Marta Sanz und Isaac Rosa sind Vertreter einer engagierten Literatur in Spanien, die auf ganz unterschiedliche Weise ihre Leser begeistern. Der Münchner Georg M. Oswald (1963) hat mit „Alles was zählt“ den vielgelobten Roman vom Scheitern eines Karrieristen geschrieben. Moderation: Elena Alvarez.
Einführung von Jochen Mecke (Universität Regensburg): Neue Phänomene der spanischen Kultur in der Folge der Krise 

Donnerstag, 27.10., 19 Uhr, Instituto Cervantes, Eintritt frei, Film: OmeU, Gespräch spanisch und deutsch
„Crematorio“ – Im Fegefeuer der Korruption    
2011 verfilmte Jorge Sánchez-Cabezudo das mediterrane Familienepos „Crematorio“ für den spanischen Sender Canal+ und verbuchte hiermit einen überraschenden Publikumserfolg. Der Regisseur wird eine Folge der TV-Serie vorstellen und im Anschluss mit dem deutschen Regisseur Dominik Graf ein Gespräch führen.


Kontakt:

  • Klaus Blanc, Fachgebiet Literatur und Film der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 44 47 80-40, Klaus.Blanc@mvhs.de   
  • Susanne Lößl, Leitung Pressestelle der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 4 80 06-61 88, Susanne.Loessl@mvhs.de