18.10.2016: Verschwindet die Handschrift? Ausblicke auf die Zukunft einer Kulturtechnik – Symposium

Pressemitteilung

Wie ist es im digitalen Zeitalter der Smartphones und Tablets um die Handschrift bestellt? In einer Untersuchung des Schreibmotorik-Instituts und des Deutschen Lehrerverbands aus dem Frühjahr 2015 gaben 79% von 2000 befragten Lehrern an, dass Schüler erkennbar schlechter schrieben als in früheren Jahren, d.h. weniger rechtschreibsicher und schlechter leserlich. 

Gleichzeitig boomen Kalligraphie- und Schönschriftkurse. Handgeschriebenes wird in Deutschland als Ausdruck von Authentizität, Individualität und Kreativität zutiefst wertgeschätzt – auch bei den sogenannten Digital Natives.

Verschwindet die Handschrift?
Ausblicke auf die Zukunft einer Kulturtechnik

     Symposium

  • Samstag, 22.10.2016, 16 Uhr bis 19.30 Uhr
  • Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Vortragssaal der Bibliothek
  • Die Offene Akademie der Münchner Volkshochschule
  • Eintritt 12,– € (Voranmeldung unter der Kurs-Nr. D244600 bei allen Anmeldestellen der Münchner Volkshochschule, Restkarten an der Tageskasse)
  • Infos: (0 89) 4 80 06-62 20, siehe auch unter www.mvhs.de/offene-akademie 

„Dass die Handschrift des Menschen Bezug auf dessen Sinnesweise und Charakter habe und dass man davon wenigstens eine Ahnung von seiner Art, zu sein und zu handeln, empfinden könne, ist wohl kein Zweifel...“. Es verwundert nicht, dass der Dichter Johann Wolfgang Goethe seinerzeit der Handschrift diese Bedeutung zusprach. 

Wird die Handschrift im digitalen Zeitalter überflüssig? Verlieren wir einen Teil unserer kulturellen Identität, wenn wir sie aufgeben? Was bedeutet es für die motorische und kognitive Entwicklung unserer Kinder, wenn sie sie nicht mehr erlernen? Darüber werden drei Expertinnen aus neurologischer, didaktischer und kultureller Perspektive referieren und diskutieren.

Wie viel Bedeutung die Handschrift für den künstlerischen Schaffensprozess für einen Schriftsteller hat, darüber sprechen wir im Anschluss mit dem Münchner Kinder- und Jugendbuchautor Rudolf Herfurtner, der seine Romane vollständig mit der Hand schreibt und erst dann am Computer eintippt. 


Wenn Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie gern:

  • Madeleine Willing, Offene Akademie der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 480 06-61 74, madeleine.willing@mvhs.de 
  • Susanne Lößl, Leitung Pressestelle der Münchner Volkshochschule, Telefon (089) 4 80 06-61 88, Susanne.Loessl@mvhs.de