15.6.2016: Das Festival des erzählten Falls

Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule


Das Festival des erzählten Falls

  • Sonntag, 19. Juni, 11-20 Uhr Uhr
  • Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Raum 0.117
  • Die Offene Akademie der Münchner Volkshochschule in Kooperation mit den Studiengängen der Buchwissenschaften und dem Lehrstuhl für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften (AVL) der Ludwig-Maximilians-Universität
  • Eintritt frei (Voranmeldung bei allen Anmeldestellen der Münchner Volkshochschule unter C245000 möglich)
  • Infos: (0 89) 4 80 06-62 20 oder unter www.mvhs.de/offene-akademie oder www.der-erzaehlte-fall.de 

Alle (Kriminal-)Geschichten haben eines gemeinsam: ihnen liegt ein Fall zugrunde. Fiktive oder nacherzählte Fälle füllen Kinosäle, Theaterräume und Buchhandlungen, sie inspirieren große Komponisten zu opulenten Werken, spannende Fälle bevölkern unsere Phantasie. Leichen tauchen Tag für Tag auf den Bildschirmen in unseren Wohnzimmern auf, und viele Zuschauer verfügen mittlerweile wenigstens über einige theoretische Grundkenntnisse unterschiedlicher Folter- und Tötungsmethoden und durchschauen mühelos auch die raffiniertesten Methoden der Fernsehkommissare.

Ein Fall wird erzählt, gedreht, beschrieben, bewertet, Gutachter nehmen Stellung, Opfer und Täter machen Aussagen, Zeugen und Ermittler bestätigen oder widerlegen die Aussage, Richter fassen ihn zusammen und fällen ihr Urteil. Sie alle zusammen erzählen den Fall, der so immer zur Nacherzählung und damit zu einer eigenen Form der Dichtung wird – ein guter Grund, dem erzählten Fall ein eigenes Festival zu widmen.

Der Tathergang:
11 bis 13 Uhr – Expertenforum
Die Kriminalautoren Ina Jung, Friedrich Ani, Su Turhan und Charly Weller sowie der Rechtsanwalt Niklas Pastille u. a. berichten über ihre Arbeit und ihre „Fälle“. Im Anschluss diskutieren sie die Frage: Was macht einen Fall zu einem guten erzählten Fall?

Die Zeugen:
14 bis 17 Uhr – Zeugenaussagen
Die mutigsten Fallerzähler 2016 haben sich zu Wort gemeldet: ob verrückte Einfälle, Geschichten von neuen Kriminalfällen, längst geschehene Unfälle, angenehme wahrgenommene Auffälligkeiten, gefällig zur Kenntnis genommene Neuigkeiten, zufällig Aufgeschnapptes oder Erlebtes, auffällig Fantastisches, hinfällig Fiktives – die Zeugen dürfen alles erzählen, was in 15 Minuten passt. Ihre Fälle wurden in einem Wettbewerb vorausgewählt. Die Fallerzähler treten in drei Gruppen zu jeweils vier Personen an.

Das Urteil:
18 bis Ende – Preisverleihung und Publikumspreis
Die Jury aus Krimiexperten (siehe „Tathergang“) fällt ein Urteil über den besten Fall. Bekanntgabe der Gewinner und Abstimmung über den Sympathiepreisträger des Publikumspreises, anschließend: Abschlussfest

Die Abschnitte des Festivals können auch einzeln und unabhängig voneinander besucht werden.


Kontakt:

  • Klaus Blanc, Fachgebiet Literatur und Film der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 44 47 80-40, Klaus.Blanc@mvhs.de   
  • Susanne Lößl, Leitung Pressestelle der Münchner Volkshochschule, Telefon (0 89) 4 80 06-61 88, Susanne.Loessl@mvhs.de