13.4.2016: Kamel Daoud: „Der Fall Meursault. Eine Gegendarstellung“ – Lesung mit Brigitte Hobmeier

Pressemitteilung der Münchner Volkshochschule


Der Roman „Der Fremde“ von Albert Camus, erschienen 1942, erzählt die Geschichte des Franzosen Meursault, der am Strand von Algier einen namenlosen Araber erschießt. Das Opfer hat in Camus' Geschichte keine Identität.

Der algerische Journalist und Schriftsteller Kamel Daoud hat das mit seinem kürzlich erschienenen Roman „Der Fall Meursault“ beendet. Aus der Perspektive des älteren Bruders wird die Geschichte von Moussa bis zu seinem gewaltsamen Tod erzählt. Er bekommt damit den Namen und die Identität, die ihm Camus verweigert hat. Auf aufsehenerregende Weise thematisiert Daoud mit seinem vielschichtigen Erstlingsroman den Eurozentrismus von Camus' existentialistischem Klassiker. Er liest ihn sozusagen arabisch: von rechts nach links.

Kamel Daoud: „Der Fall Meursault. Eine Gegendarstellung“
Lesung mit Brigitte Hobmeier

  • Dienstag, 19. April 2016, 19:30 Uhr
  • Kulturzentrum 2411, Blodigstraße 4, 3. Stock (direkt an der U2 Hasenbergl)
  • Die Münchner Volkshochschule in Kooperation mit Stadtteilkultur 2411 e.V. und dem BildungsLokal Hasenbergl
  • Eintritt frei. Kartenreservierung unter Tel. (0 89) 3 18 11 53 18 mit der Kursnummer C122120
  • Infos: (0 89) 3 18 11 53 18, www.mvhs.de 

Brigitte Hobmeier, vielfach ausgezeichnetes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele, liest in einem Gastspiel Auszüge aus dem Roman.

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