Antijudaismus im Christentum?!

Arbeit am eigenen Schatten

Die neutestamentlichen Schriften spiegeln die Auseinandersetzung der messianisch-christlichen Gemeinden mit dem zeitgenössischen Judentum wider. Das frühe Christentum liest das Neue Testament antijudaistisch und schafft ein Stereotyp des Jüdischen. Über Jahrhunderte ringen beide Traditionen miteinander, wobei das politisch mächtige Christentum Juden oft gewaltsam verfolgt. In der Moderne ließ sich diese antijüdische Tradition allzu leicht antisemitisch wenden. Nur wenn sich die Kirche heute bewusst mit der konstitutiven An- und Abgrenzung gegenüber dem Judentum auseinandersetzt, kann sie Antijudaismus in den eigenen Reihen überwinden und in der Verwiesenheit auf das Jüdische die Tiefe der eigenen Sendung erfahren. Der Vortrag stellt sich einer dunklen Seite des Christentums, um daraus Kraft für Erneuerung zu finden.

 

Dr. Christian Rutishauser SJ ist katholischer Theologe und Judaist. Seit 2021 ist er Delegat für Schulen und Hochschulen der neu gegründeten Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten.

Dienstag, 07.12.2021
19:00 – 20:30 Uhr
KursnummerN136155
Dozentin/DozentDr. Christian Rutishauser
Zeitraum/Dauer2021-12-07T19:00:0007.12.2021
OrtOnline
Gebühr Gebührenfrei
Anmeldung erforderlich
Anmeldung erforderlich
VeranstaltungstypOnline-Vortrag
Plätze Noch Plätze frei
Info & Beratung Telefon (089) 48006-6560 Dr. Robert Mucha