Der Schriftsteller Günther Weisenborn und die „Rote Kapelle“

Um kaum eine Widerstandsorganistion wurden so viele Gerüchte gesponnen wie um die so genannte Rote Kapelle. Zu den mehr als 200 Menschen, die 1942/43 als Angehörige der Gruppe um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack verhaftet wurden, gehörten auch der Schriftsteller Günther Weisenborn und seine Frau Joy. Sie wurde nach einiger Zeit entlassen, er aber zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. In einem IfZ-Projekt haben ihre Söhne gemeinsam mit Hans Woller die Tagebücher und Briefe aus der Haft unter dem Titel „Liebe in Zeiten des Hochverrats“ publiziert. Anlass, auch den Widerstands-Chronisten Weisenborn zu würdigen – und das politische Umfeld auszuleuchten, in dem er in der Nachkriegszeit lebte. Die Wiederbelebung des Gestapo-Feindbildes Rote Kapelle in der Zeit des Kalten Krieges prägte diese entscheidend mit.

Auf dem Podium:
Dr. Gerhard Sälter (Unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes),
Christian Weisenborn (München),
Dr. Hans Woller (München)
Moderation: Dr. Jürgen Zarusky (Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte)

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte, dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Verlag C. H. Beck.
Anmeldung bitte unter TEL (089) 1 26 88-0 oder eMail muenchen@ifz-muenchen.de
Mittwoch, 24.01.2018
18:00 – 19:30 Uhr
Kursnummer F110714
Dozentin/Dozent Dr. Gerhard Sälter / Christian Weisenborn / Dr. Hans Woller / Dr. Jürgen Zarusky
Zeitraum/Dauer 2018-01-24T18:00:0024.01.2018
Ort MünchenNeuhausen
Institut für Zeitgeschichte
, Leonrodstr. 46b
Gebühr Eintritt frei
Anmeldung bitte unter TEL (089) 1 26 88-0 oder eMail muenchen@ifz-muenchen.de
Veranstaltungstyp Vortrag
Plätze noch genügend Plätze frei
Info & Beratung Telefon (089) 48006-6552/-6551