Goethe und Humboldt: auf der Suche nach einer Kategorie für die Natur

Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) und der 20 Jahre jüngere Alexander von Humboldt (1769-1859) haben vom Januar bis Mai 1797 in Jena unter anderem gemeinsame galvanische Experimente durchgeführt. Humboldt war von Goethes Auffassung der Natur als eines einheitlichen übergreifenden Entwicklungszusammenhangs tief beeindruckt. Er hat nach seiner großen Südamerika-Expedition seine dort entstandene Schrift "Ideen zu einer Geographie der Pflanzen" Goethe gewidmet. Goethe bewunderte die außergewöhnliche Vielseitigkeit und umfassenden Naturkenntnisse Humboldts, erhoffte sich von ihm eine neue Gesamtschau der Natur und setzte ihm durch seine namentliche Erwähnung in seinem Roman "Die Wahlverwandschaften" ein literarisches Denkmal. Nur in ihren verschiedenen Ansichten über die Erdentstehung im Streit der sog. "Vulkanisten" und "Plutonisten" deutete sich in Goethes letzten Lebensjahren ein tieferer Dissens an.

Der Kurs ist beendet.
Montag, 23.11.2020
19:00 – 20:30 Uhr
KursnummerL131770
Dozentin/DozentDr. Wolfgang Thorwart
Zeitraum/Dauer2020-11-23T19:00:0023.11.2020
OrtGrünwaldGrünwald
Bürgerhaus Römerschanz, Dr.-Max-Str. 1
Gebühr 8,00 €
Einzelkarten-Preis
Anmeldung erforderlich
VeranstaltungstypVortrag
Plätze
BarrierefreiheitDer Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)
Info & Beratung Telefon (089) 48006-6560 Dr. Robert Mucha