Jüdisches Leben in Ost und West nach 1945

Die DDR, der selbsternannte "antifaschistische deutsche Staat", wollte nach außen als das bessere Deutschland gelten, war jedoch wie der gesamte Ostblock antijüdisch. Die sozialistische Variante des Antisemitismus war der Antizionismus. Es gab so gut wie kein sichtbares jüdisches Leben in der DDR, die wenigen Gemeinden führten ein Schattendasein, eine Verantwortung für die NS-Zeit wurde abgelehnt. In der Bundesrepublik verlief der Wiederaufbau jüdischer Gemeinden langsam, doch stetig. Erst Ende der 1970er Jahre begann mit der Ausstrahlung der gleichnamigen Fernsehserie eine breite Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Nach Ende des Kalten Kriegs floh eine große Zahl von Juden vor dem Antisemitismus in der ehemaligen UdSSR und vergrößerte die jüdische Gemeinschaft im vereinigten Deutschland. Auf dem Podium wird über die Entwicklung jüdischen Lebens in den beiden deutschen Staaten und die Chancen und Folgen der Wiedervereinigung diskutiert.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Sonntag, 16.02.2020
17:00 – 18:30 Uhr
KursnummerJ110704
Dozentin/Dozent wird noch bekannt gegeben
Zeitraum/Dauer2020-02-16T17:00:0016.02.2020
OrtMünchenAltstadt
Jüdisches Gemeindezentrum
, St.-Jakobs-Platz 18
Gebühr Eintritt frei
Anmeldung erbeten
VeranstaltungstypPodiumsgespräch
Plätze noch genügend Plätze frei