Philosophischer Aschermittwoch

Leben mit Widersprüchen

Die Massenmedien, insbesondere das Internet, haben ein neues Bewusstsein von dem geschaffen, was "Wirklichkeit" heißt. Das Gegenteil zur Realität, die Virtualität wird allerdings immer größer, so dass sie selber zu einer neuen virtuellen Realität wird. Da sich diese Veränderungen unseres Alltags sehr schnell vollziehen, weiß kaum einer mehr was nun die Fakten sind. Das Postfaktische wird als Wahrheit genommen, oder Unwahrheiten werden alternative Fakten genannt:
Obwohl bei der Einführung des Euros vertraglich eine Vergemeinschaftung der Schulden ausdrücklich nicht vorgesehen war, handeln fast alle Finanzakteure dem Recht entgegen.
Obwohl die Datenlage über den Klimazustand der Welt eindeutig ist, Feinstaub und Smog in den Großstädten zunehmen, leugnen immer mehr politisch Verantwortliche einen Handlungsbedarf.
Obwohl die Kriege allgemein geächtet sind, gibt es sie doch als Anti-Terror-Einsätze bzw. friedensschaffende Maßnahmen.
Die Welt ist nicht aus den Fugen geraten, aber ihre Beschreibung und die Konsequenzen für eine gerechte Zukunft driften immer mehr auseinander. Müssen wir lernen mit Widersprüchen zu leben, Ambivalenzen auszuhalten und sogar zu handeln, ohne ausreichendes Wissen zu haben?
Prof. Lesch und Prof. Vossenkuhl werden an diesem Aschermittwoch dieses Thema philosophisch beleuchten.
Bitte achten Sie auf warme Kleidung während der Wintermonate, da der Lichthof des Museums nicht ausreichend beheizt werden kann.
Mittwoch, 01.03.2017
19:00 – 20:30 Uhr
Kursnummer D131610
Dozentin/Dozent Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl
Prof. Dr. Harald Lesch
Zeitraum/Dauer 2017-03-01T19:00:0001.03.2017
Ort MünchenInnenstadt
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
, Katharina-von-Bora-Str. 10
Gebühr 10,00 €
Restkarten vor Ort
Veranstaltungstyp Podiumsgespräch
Plätze noch genügend Plätze frei
Info & Beratung Telefon (089) 72 10 06 - 43/47 Dr. Hermann Schlüter/Lore Dewenter