WAS TUN?!

Fotografie, Video und Installation

In einem plombierten Zugwaggon reiste Wladimir Iljitsch Lenin im April 1917 aus seinem Schweizer Exil ins revolutionäre St. Petersburg. Im Juli 1993 entdeckte ein Fischer an der türkischen Schwarzmeerküste einen Holzblock im Meer. Als er seinen Fund ins Boot hievte, hielt der Fischer eine Leninskulptur in den Händen. Zwischen der Oktoberrevolution und der Videoarbeit "Welcome Lenin" (2016) eines Istanbuler KünstlerInnenkollektivs über die Abenteuer des "Lenin an der Schwarzmeerküste" liegen fast 100 Jahre.
In der Ausstellung WAS TUN?! fragen internationale Künstlerinnen und Künstler aus der Gegenwartsperspektive nach den Aufbrüchen und Vorstellungen, die mit der Oktoberrevolution verbunden waren, und führen eine Auseinandersetzung mit der langen Geschichte des Scheiterns. Sie untersuchen die hegemonialen Prozesse des Wandels nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und setzen sich mit der gesellschaftlichen Verfasstheit des heutigen Russland auseinander. Die medienübergreifenden Exponate in der Ausstellung WAS TUN?! stellen auch Fragen nach den Auswirkungen der Kapitalisierung der postkommunistischen Länder auf die sozialen und politischen Verhältnisse und nehmen die Arbeitsbedingungen der bildenden Künstlerinnen und Künstler in den Fokus.

Mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Ausstellungsort: Aspekte Galerie im Gasteig, Rosenheimer Straße 5
Eröffnung: Mittwoch, 4. Oktober, 19.00 Uhr, Foyer, 2. Stock
Ausstellungsdauer: 5. Oktober bis 5. November 2017
Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 22.00 Uhr, Eintritt frei
Der Kurs ist beendet.
Kursnummer F210100
Dozentin/Dozent Künsterlinnen und Künstler der Ausstellung: Yevgenia Belorusets, Chto Delat, Begüm Özden Firat / Aylin Kuryel / Ahmet Murat Ögüt / Emre Yeksan, Dieter Hinrichs, Marina Naprushkina, Oliver Ressler, Vladislav Shapovalov, Mariya Vlasova
Zeitraum/Dauer 2017-10-04T19:00:00Ausstellungsdauer: 04.10. bis 05.11.2017
Ort MünchenGasteig, Rosenheimer Str. 5
Gebühr Eintritt frei
Veranstaltungstyp Ausstellung
Plätze noch genügend Plätze frei
Barrierefreiheit Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)