"Im Irrenhaus / da sind die Irren drin"

Literatur und Wahnsinn - eine interdisziplinäre Tagung

Wahnsinn - Tollheit - Melancholia - Hysterie - Schizophrenie - Bipolarität: Über die Jahrhunderte entstand eine Fülle von Begriffen, mit denen das von der Norm Abweichende, das Grenzgängerische, das Bizarre oder eben Kranke beschrieben werden sollte. Literatur und Wahnsinn als zwei voneinander zu unterscheidende Bereiche der Weltwahrnehmung standen immer schon in einer engen Beziehung.
Die interdisziplinäre Tagung wird mit Lesungen, halbstündigen Vorträgen und ausführlichen Diskussionen vorstellen, wie sich das Bild von "Wahnsinn" verändert hat. Neben den - im engeren Sinn - medizinischen Krankheitsbildern, die als körperlich begründet gesehen und gemessen wurden, haben aktuelle medizingeschichtliche Arbeiten psychische Krankheiten wie die Schizophrenie als Konstruktionen individueller Problemgeschichten gezeigt. Diese Konstruktionen lassen sich in der Literatur, in fiktionalen und autobiografischen Texten in der frühen Moderne und verstärkt seit den 1970er Jahren bis hin zur Gegenwart wiederfinden.
Der Kurs ist beendet.
Kursnummer G244020
Dozentin/Dozent Prof. Dr. Sven Hanuschek
Zeitraum/Dauer 2018-04-27T19:00:0027. bis 29.4.2018 / fr 19.00 bis 21.00 Uhr / sa 9.00 bis 21.00 Uhr / so 9.00 bis 17.00 Uhr
Pausen nach Absprache
Ort MünchenEinstein 28
Bildungszentrum
, Einsteinstr. 28
Gebühr Eintritt frei
Veranstaltungstyp Tagung
Plätze noch genügend Plätze frei
Barrierefreiheit Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. (Ggf. Einschränkungen vor Ort)
Info & Beratung (0 89) 4 80 06-6728/-6194