Jan Müller-Wieland

Nach seinem Studium der Komposition bei Hans Werner Henze, Friedhelm Döhl oder Oliver Knussen und etlichen Stipendienaufenthalten u.a. in der Villa Massimo in Rom oder beim Tanglewood Music-Center (Leonhard-Bernstein-Foundation, Boston Symphony Orchestra) zog es Jan Müller-Wieland im Jahr 1993 nach Berlin, von wo aus er als freischaffender Komponist und Dirigent tätig war. Er erhielt zahlreiche internationale Preise, u.a. 1993 den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals und 2002 den »Förderpreis für Komponisten« der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. 

Sein breit gefächertes Werk umfasst bislang vier Sinfonien, Konzerte, Lieder, Kammermusik und Opern: KAIN für die Hamburgische Staatsoper (1992), DAS GASTSPIEL für die Münchner- Biennale (1992), DIE VERSICHERUNG und DIE NACHTIGALL UND DIE ROSE für das Staatstheater Darmstadt (1995/96), KOMÖDIE OHNE TITEL für die Berliner Staatsoper Unter den Linden (1998), DAS MÄRCHEN DER 672. NACHT (Wien, 2000), NATHANS TOD (Görlitz, 2001), DIE IRRE ODER NÄCHTLICHER FISCHFANG (Bonn, 2005), DER HELD DER WESTLICHEN WELT (Köln, 2006), FANNY UND SCHRAUBE (Berlin, 2009), DER FREISCHUSS (Berlin, 2011).

Seit 2007 ist Jan Müller-Wieland Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München. 2008 weihte er die Münchner Reaktorhalle mit einer Faust-Adaption ein (AVENTURE FAUST nach Birgit Müller-Wieland). 2009 war er Composer-in-Residence am Lincoln Center in New York. Ab 2010 folgten zumeist abendfüllende Projekte: u.a. DER KNACKS nach und mit Roger Willemsen und dem Ensemble Resonanz, 2012/13 EGMONTS FREIHEIT ODER BÖHMEN LIEGT AM MEER für Sprecher, Sopran, Orgel, Chor und großes Orchester. 2013/14 entstand für das NDR-Sinfonie-Orchester KÖNIG DER NACHT, ein Drama nach dem Buch Hiob für Sprecher, drei Sängerinnen, Zuspielelektronik und großes Orchester und das Klavierdoppelkonzert ZÄRTLICHE KRÄFTE.

Jan Müller-Wieland leitete und komponierte für zahlreiche internationale Spitzenorchester, Ensembles und Solisten.