Stimmen der Roma
| Stimmen der Roma Veranstaltungsreihe im Gasteig | ||
| Foto: Sara Craiova, Rumänien © Nihad Nino Pušija |
Noch vor wenigen Jahren definierte der Literaturnobelpreisträger Günther Grass die Roma als ein Volk ohne Stimme, in einem Europa, das ihnen weitgehend ihre gesellschaftlichen Rechte vorenthält. Ausgrenzung, Diskriminierung und Benachteiligung sind europaweit noch immer prägende Fakten für viele europäische Roma.
Aber es gibt auch positive Zeichen, wie die politische Initiative „Dekade der Roma - Integration“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den gesellschaftlichen Status und die soziale Integration der europäischen Roma langfristig zu verbessern. Dazu kommt, dass es einer neuen Generation von Roma-Aktivisten und Künstler(inne)n gelungen ist, sich von diffusen Fremdbildern und Zuschreibungen zu befreien und zu einem neuen selbstbewussten Ausdruck zu finden. Ihre fortwährende Erfahrung einer sozialen und kulturellen Minderheit und ihre einzigartige Tradition dient ihnen dabei als Grundlage für einen offenen, von Ländergrenzen und nationalen Egoismen gelösten Diskurs.
Ein Programmschwerpunkt der MVHS präsentiert vor diesem Hintergrund ein breites Spektrum aus dem zeitgenössischen Kunstschaffen, gibt gesellschaftlich politischen Diskussionen im Rahmen von Vorträgen und Gesprächen Raum:
Prof. Marcel Courthiade: Öffnung der Sprache "Romanes" - kultureller Ausverkauf oder notwendiger Schritt?
Diese Veranstaltung muss leider entfallen.
Vom 3. bis 22. Mai zeigt die Münchner Stadtbibliothek am Gasteig in der Ausstellung "Showrom - Stimmen der Roma" Arbeiten von Tamara Moyzes, Nihad Nino Pušija und Alfred Ullrich.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.romastimmen.de
>> Programmflyer zum Download (458 KB)
Programmschwerpunkt in Zusammenarbeit mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Tschechischen Zentrum München.